Pflegetipps & Hinweise

Die Reinigung und Pflege von Leder und andere Materialien

Sicherlich hast Du Dir Deine neue Tasche nicht „einfach nur so“ gekauft. Vielleicht hast Du Dich vielmehr in ein ganz bestimmtes Modell verliebt und möchtest dieses natürlich nun auch entsprechend lange an Deiner Seite wissen? Wir können Dich verstehen! Immerhin ist eine stylische Handtasche nicht nur ein Accessoire, sondern für viele Menschen auch ein Lebensgefühl. Hier gilt: wer von seinem Lieblingsmodell -egal, ob aus echtem oder aus Kunstleder- lange profitieren möchte, sollte dieses auch entsprechend pflegen. Keine Angst! Eine verlässliche Lederpflege nimmt nicht viel Zeit in Anspruch. Wie so oft im Leben kommt es hier jedoch auch definitiv auf das „Gewusst wie!“ an. Wer sich ein wenig mit der Materie auseinandersetzt, erkennt schnell: Leder ist nicht gleich Leder! Viele Lederarten stellen besondere Ansprüche an die Aspekte der Lederpflege und Reinigung. Es gibt sensible und robuste Materialien. Daher gilt es, die Pflege entsprechend anzupassen.

Wer hier akribisch vorgeht, sorgt für eine lange Haltbarkeit und ein hohes Maß an Stabilität. Der vergleichsweise geringe Aufwand lohnt sich also in jedem Fall, oder?

Do’s und Don’ts – das solltest Du bei der Pflege Deiner Accessoires aus Leder beachten

Damit Du Deine modischen Accessoires verlässlich reinigen und pflegen kannst, solltest Du einige Tipps beachten. Wer sich hier an ein paar Regeln hält, sorgt nicht nur für eine ansprechende Optik, sondern auch dafür, dass äußere Einflüsse weniger die Chance haben, dem Material zu schaden.

Der Einfachheit halber haben wir alles, was Du im Zusammenhang mit Lederpflege beachten musst, in klassische „Do’s“ und „Don’ts“ aufgeteilt.

Do’s – so halten Deine Lederaccessoires länger

  • Setze am besten auf eine sanfte Pflege!

Bei Leder handelt es sich zwar um ein natürliches, aber dennoch um ein eher robustes Material. Das bedeutet nicht, dass du es nicht pflegen musst. Jedoch gilt hier wie so oft das Motto: „Nicht übertreiben!“. Am besten benutzt Du hier für die Pflege und Reinigung Deiner Accessoires keine aggressiven Reinigungsmittel und reibst auch nicht unnötig an den betreffenden Stellen. Auch allzu viel Wasser kann dem Leder schaden. Ein halbfeuchter Lappen ist hier immer ausreichend.

  • Regelmäßiges Pflegen sorgt für eine lange Haltbarkeit

Sicherlich benutzt Du Deine Lederschuhe und -taschen in regelmäßigen Abständen. Daher ist es sehr wichtig, auch die entsprechende Pflege an genau diese Regelmäßigkeit anzupassen. Hierzu müssen die Acccessoires nicht einmal verschmutzt sein. Sie freuen sich auch „einfach so“ ab und an über ein wenig Aufmerksamkeit. Am besten pflegst Du die betreffenden Artikel einmal in der Woche mit einem leicht-angefeuchteten Tuch und lässt sie abschließend trocknen. Ausschlaggebend für ein perfektes Ergebnis ist jedoch unter anderem auch die Wischrichtung. Hier gilt: immer mit der Maserung wischen!

Aufbewahrung

Du möchtest Deine Tasche am liebsten jeden Tag benutzen? Wir können es verstehen. Dennoch ist es zweifelsohne auch ab und an notwendig, Deine Lederaccessoires aufzubewahren. Damit diese auch nach der Aufbewahrung noch so gut und unbeschadet aussehen wie vorher, solltest Du den Inhalt am besten mit einer alten Zeitung ausstopfen. So bleibt die Form der Tasche erhalten. Vor äußeren Einflüssen schützt Du Deine Lederaccessoires am besten mit einer Stofftasche oder einem Bettlaken bzw. einem Kopfkissenbezug. So kannst Du Dir sicher sein, dass Staub und anderer Schmutz keine Chance haben, das Leder anzugreifen. Zudem sollte klar sein, dass sich Deine Taschen und Co. natürlich nur an einem trockenen Platz wohl fühlen. Achte daher unbedingt darauf, dass die Luftfeuchtigkeit am besagten Ort nicht zu hoch ist, um beispielsweise einer Schimmelbildung vorzubeugen.

Herstellertipps als hilfreiche Unterstützung

Hier gilt: die Hersteller wissen, von was sie sprechen! Daher sind die meisten von Ihnen dazu übergegangen, Pflegeempfehlungen für die verschiedenen Produkte auszusprechen. Beachte hierbei unbedingt, dass sich diese -auch bei ähnlichen Produkten- teilweise deutlich voneinander unterscheiden können. Unter anderem spielen für die Aspekte der Pflege und Reinigung das Material, jedoch auch die Art des Accessoires und dessen Verarbeitung eine große Rolle.

So reagierst Du am besten auf Flecken und Co.

Trotz aller Vorsicht ist „es“ passiert? Kein Problem! Egal, wie sehr Du aufpasst,… die Wahrscheinlichkeit, dass Deine Tasche oder ein anderes Accessoire Gebrauchsspuren davonträgt, ist hoch. Falls Du hier einen Fleck entdecken solltest, ist es jedoch wichtig, zeitnah zu handeln bzw. ihn zu entfernen. Häufig reicht hier eine Behandlung mit lauwarmen Wasser und einem entsprechend leicht angefeuchteten Tuch. Sollte es sich jedoch um einen Fleck der hartnäckigen Sorte handeln, ist es manchmal definitiv sinnvoller, das gute Stück in einer Reinigung abzugeben. Die geschulten Kräfte wissen in der Regel immer, wie dem jeweiligen Problem zu Leibe zu rücken ist.

Immer sinnvoll: Pflegemittel vorher testen

Klar: bestimmte Pflegemittel sind nur für bestimmte Materialien geeignet. Wenn Du hier auf Nummer sicher gehen möchtest, solltest Du das Pflegemittel testen. Wähle hierzu eine Stelle an Deiner Tasche, die nicht direkt sichtbar ist und beobachte, wie das Leder auf die Pflege reagiert. So stellst Du sicher, dass nach der Pflege keine Rückstände sichtbar bleiben und Du mit dem Endergebnis zufrieden sein wirst.

Ganz wichtig: Imprägniermittel nicht vergessen!

Imprägniermittel wurden leider über einen langen Zeitraum hinweg klar unterschätzt. Dabei können Sie dabei helfen, Deine Lederaccessoires noch haltbarer zu machen! Am besten behandelst Du Deine Tasche schon vor der ersten Verwendung mit den speziellen Produkten. Wichtig ist hier jedoch auch wieder, dass das Mittel und die Lederart zueinander passen. Hier gilt derselbe Ratschlag wie bei den Pflegemitteln: teste an einer versteckten Stelle, wie sich das Mittel auf die Oberfläche auswirkt.

Lederaccessoires, die mit einem Imprägniermittel behandelt wurden, sind -auch gerade beispielsweise im Winter- deutlich resistenter gegenüber äußeren Einflüssen. Der geringe Zeitaufwand, den Du benötigst, um zu imprägnieren lohnt sich definitiv immer.


Don’ts – das mögen Deine Lederaccessoires überhaupt nicht! 

UV-Strahlen

UV-Strahlen gehören zu den Einflüssen, die Leder überhaupt nicht mag. Vor allem dann, wenn Deine Tasche entsprechend lange der Sonne, beispielsweise am Strand, ausgesetzt ist, reagiert sie schnell mit Verfärbungen und einem matten aussehen. Was für den Strand gilt, gilt jedoch auch für die Aufbewahrung in Deiner Wohnung. Lagere Deine Lederaccessoires entsprechend niemals in Fensternähe. Auch hier können die eindringenden UV-Strahlen das Material angreifen und schädigen. Ein idealer Aufbewahrungsort ist entsprechend schattig. So stellst Du sicher, dass Deine Tasche auch nach Jahren noch in satten Farben daherkommt. Du willst auf keinen Fall im Urlaub auf Deine Tasche verzichten? Kein Problem! Deponieren Sie doch einfach im Schatten eines Sonnenschirms!

Feuchtigkeit

Auch auf Feuchtigkeit ist Deine Tasche schlecht zu sprechen. Leider lässt es sich jedoch nicht immer beeinflussen, ob Deine Accessoires nass werden oder nicht. Bestes Beispiel: Du wirst von einem Regenguss überrascht oder Deine Wasserflasche läuft in der Tasche aus. Hier ist es wichtig, schnell zu handeln und den Schaden zu begrenzen. Das bedeutet, dass Du Deine Tasche nach einem solchen „Unfall“ immer auf jeden Fall vorsichtig trockenwischen und danach an der Luft trocknen solltest. Ideal ist hier ein Ort, der ohnehin dafür sorgt, dass Dein Accessoire ein wenig „im Zug“ steht. So funktioniert das Trocknen weitestgehend schonend und auch vergleichsweise schnell. Auf „Hau-Ruck“-Aktionen mit Föhn und Co. solltest Du nach Möglichkeit verzichten.

Cremige Substanzen

Keine Frage: die meisten Frauen lieben Handcremes. Vor allem in Verbindung mit Leder handelt es sich hierbei jedoch um eine gefährliche Kombination. Denn: Leder mag keine Cremes. Sowohl das Parfum als auch der teilweise hohe Fettanteil können das Material angreifen. Nicht zu vergessen: die Fettflecken, die einen extrem unschönen Eyecatcher auf Deinem Shopper oder Deiner Umhängetasche hinterlassen. Achte daher immer darauf, dass Du Deine Cremes ausreichend lange einziehen lässt, bevor Du zu Deiner Tasche greifst. Dasselbe gilt natürlich auch für einen Strandausflug! Auch Sonnenmilch kann Deine Lederaccessoires angreifen.

Aggressive Reinigungsmittel und Putzmittel

Je chemischer desto wirkungsvoller? Nicht, wenn es um die Reinigung Deiner Lederartikel geht! Chemische Reiniger und andere herkömmliche Putzmittel sind „Gift“ für die Oberfläche Deiner Ledertasche. Vielleicht bleiben bei einer Missachtung dieser „Regel“ nur unschöne Flecken zurück. Es könnte jedoch auch sein, dass Du Dein Lieblingsaccessoire mit einer solchen Aktion komplett zerstörst. Achte hier unbedingt immer auf die Herstellerangaben und reinige lieber schonend als „mit dem Holzhammer“. Das Material wird es dir danken.


Leder Pflegelexikon

Besondere Tipps für die Lederpflege

Leder gehört nicht ohne Grund zu den Materialien, die nur allzu gern in unterschiedlichen Accessoires verarbeitet werden. Egal, ob in Schuhen, Kleidungsstücken oder Taschen: Leder sieht immer gut aus. Im Laufe der Jahre haben sich zudem verschiedene Lederarten, wie beispielsweise das Glattleder, Veloursleder und viele weitere Varianten zu echten Favoriten der Mode- und Designbranche entwickelt.

Der größte Fehler, den Du im Zusammenhang mit Leder begehen kannst, ist der, anzunehmen, dass jedes Leder der gleichen Pflege bedarf. Wichtig ist es immer, die Pflege und die Reinigung auf die betreffende Lederart abzustimmen und auch das Alter der Produkte, deren Verarbeitung und individuelle Gegebenheiten zu berücksichtigen.

Wird Leder richtig gepflegt, handelt es sich um ein durchaus robustes und dankbares Material, das dafür sorgt, dass bestimmte Accessoires sogar als Erbstücke weitergegeben werden können.

Du hast Dir ein neues Accessoire aus Leder gekauft und möchtest nun sicherstellen, dass Du auch möglichst lange Freude daran hast? Verständlich. Die gute Nachricht ist hier, dass es außerordentlich viele Lederarten gibt, bei denen die entsprechende Pflege nicht viel Zeit in Anspruch nimmt. Wie so oft gilt es, sich mit den unterschiedlichen Anforderungen auseinanderzusetzen und zu erkennen, was Deinem jeweiligen Accessoire gut tut.

Damit Du das Pflegebedürfnis Deiner Accessoires in Zukunft noch besser verstehen kannst, haben wir für Dich dieses Pflegelexikon zusammengestellt. Hier findest Du die bekanntesten und beliebtesten Ledersorten im Überblick.

Bitte beachte, dass sich Bags & Brands ausdrücklich von einer Ledergewinnung distanziert, bei der Tiere ausschließlich für modische Zwecke getötet werden. Die Lederherstellung im Zuge einer Verarbeitung von Nebenprodukten der Schlachtung, wie es beispielsweise bei Rindern oder Schweinen der Fall ist, können wir vertreten.

Besonders wichtig ist zudem, dass es sich bei diesem Lexikon um allgemeine (!) Pflegehinweise handelt, die zwar in den meisten Fällen -jedoch gegebenenfalls nicht immer- für das gewünschte Ergebnis sorgen. Daher gilt: wende Dich im Zweifelsfall immer an den Hersteller oder probiere Lotionen, Sprays und Co. immer zunächst an einer auf dem Accessoire unsichtbaren Stelle aus, um Verfärbungen und andere Schäden zu vermeiden!


A

Anilinleder 

Produkte, die auf der Basis von Anilinleder gefertigt wurden, stellen besondere Ansprüche, wenn es um eine passende Pflege geht. Glücklicherweise bietet der Handel hier spezielle Anilincremes an. Alternativ kannst Du Dich hier auch für ein Wachsspray entscheiden, das direkt auf die Bedürfnisse von Glattleder abgestimmt wurde. Vorsicht ist jedoch in jedem Falle mit Hinblick auf eine Behandlung mit Lederfett geboten! Dieses ist vor allem deshalb nicht zur Pflege von Anilinleder geeignet, da das Risiko von Rückständen innerhalb der Poren groß ist. Falls Dein Accessoire aus Anilinleder nicht allzu sehr verschmutzt ist, kannst Du dieses auch ideal mit einem Tuch im Mix mit einem leichten Lederreinigungsschaum reinigen. Viele Lederfans schwören hier auch auf spezielle Reinigungsgummis. Achte hierbei jedoch in jedem Falle darauf, dass diese für eine Behandlung auf Glattleder geeignet sind!

B

Büffelleder

Ist Dein Accessoire aus Büffelleder verschmutzt, solltest Du nach Möglichkeit nicht zu lange warten, bis zu dem „Malheur“ zu Leibe rückst. Am besten nutzte Du einen Lederreinigungsschaum und arbeitest – sollte dies nicht ausreichen- zusätzlich mit einem Imprägnier-Spray. Wie bei vielen anderen Ledersorten auch ist eine Pflege bzw. Reinigung mit Lederfett hier definitiv tabu! Andernfalls ärgerst Du Dich zu einer hohen Wahrscheinlichkeit über Rückstände, die sich in den Poren des Büffelleders festsetzen.

Bioleder

Entgegen vieler Vorurteile erweisen sich auch Produkte, die auf der Basis von Bioleder hergestellt wurden, als äußerst robust. Eine besondere Form der Pflege ist hier nicht erforderlich. Wichtig ist es lediglich, darauf zu achten, Flüssigkeit wie Getränke und Co., jedoch auch andere, leichte Verschmutzungen mit einem Tuch (gegebenenfalls feucht) schnell abzuwischen.

Boxkalb

Für die Pflege Deiner Boxkalb-Artikel kannst Du problemlos ein Produkt aus der Glattleder-Pflege verwenden. Dieses hilft Dir dabei, Schuhe, Taschen und Co. nicht nur resistenter zu machen, sondern auch deren natürlichen Glanz zu wahren. Viele Hersteller arbeiten hier auf der Basis von hochwertigem Jojoba-Öl. Die Pflege zieht damit nicht nur schnell ein, sondern sorgt auch dafür, dass keine Rückstände auf Deinen Accessoires zurückbleiben.

G

Gekrispeltes Leder

Gekrispeltes Leder ist weitaus robuster als es aussieht. Besonders leichten Verschmutzungen rückst Du am besten mit einem weichen Tuch zu Leibe. Ein Lederreinigungsschaum hilft Dir auch, die etwas hartnäckigeren Schmutzarten sicher zu entfernen. Besonders mit Hinblick auf Alltagsgegenstände aus gekrispeltem Leder empfiehlt es sich immer, vorzusorgen. Am besten ist es hier, die entsprechenden Lederaccessoires mit einem Wachsspray zu imprägnieren. Sie werden somit mit der Zeit wiederstandsfähiger und resistenter gegenüber Schmutz, den Du dann im Idealfall nur mit einem trockenen, weichen Tuch einfach von der Oberfläche abwischen musst.

Gemilltes Leder

Mit Hinblick auf das gemillte Leder gelten ähnliche Pflegeempfehlungen wie beim gekrispelten Leder. Auch hier reicht es oftmals oft aus, leichte Verschmutzungen mit einem weichen, gegebenenfalls leicht angefeuchteten Tuch zu entfernen. Ein hohes Maß an Vorbeugung ist hier ebenfalls das A und O. Als besonders empfehlenswert gelten hier imprägnierende Wachs-Sprays mit einer hohen Pflegewirkung bzw. auch Vario Imprägnierer. Letztere sind in der Regel für verschiedene Materialkombinationen geeignet.

Glattleder

Die Wahl der passenden Pflege für Glattleder ist unter anderem natürlich vom Grad der Verschmutzung und von der Art des betreffenden Artikels abhängig. Besonders beliebt ist in diesem Zusammenhang der Einsatz von Reinigungsgummis. Diese sind nicht nur effizient, sondern lassen sich zudem auch punktgenau an der richtigen Stelle einsetzen. Wer lieber großflächig arbeiten möchte, sollte zu einem fusselfreien Tuch bzw. einem klassischen Ledertuch greifen. Dieses dann einfach leicht in einen entsprechenden Lederreinigungsschaum tauchen und sanft einmassieren.

Auch im Zusammenhang mit Glattleder gilt: nach der Reinigung kommt die Pflege. Als besonders effektiv gilt hier die Nutzung von Wachsspray und Lotion (bitte hier immer darauf achten, dass die entsprechenden Produkte auch für die Lederpflege geeignet sind!). Besonders mit Hinblick auf Accessoires aus Glattleder existieren hier maßgebliche Unterschiede. So sollten beispielsweise Taschen aufgrund der Gefahr von Rückfettung nicht mit Lederfett in Berührung kommen. Accessoires aus Anilinleder oder Büffelleder sind ebenfalls -in welcher Form auch immer- nicht für eine Pflege mit Lederfett geeignet. Die Angaben der Hersteller helfen hier in den meisten Fällen weiter. Generell gilt jedoch: je offenporiger die Lederart, umso höher die Wahrscheinlichkeit, dass das Lederfett nicht empfohlen werden kann. Hier kann der Name „Glattleder“ trügen. Viele Glattlederarten verfügen über eine Oberfläche mit großen Poren, in denen sich das Fett entsprechend festsetzen würde.

K

Kalbsleder

Artikel aus Kalbsleder sind -mit Hinblick auf eine passende Pflege- nicht wirklich sehr anspruchsvoll. Im Gegenteil! In der Regel reicht ein Lederbalsam aus, um den meisten Flecken und Verschmutzungen gegenüber Herr zu werden. Umso wichtiger ist es in diesem Zusammenhang jedoch auch, die Taschen, Schuhe, Jacken und Co. vor direkter, starker UV-Strahlung zu schützen. Diese könnte, je nach Dosis, ein unschönes Ausbleichen zur Folge haben. Generell gilt auch hier wieder: bei der Pflege und dem Erhalt Deiner Accessoires aus Kalbsleder sind die Pflegehinweise des jeweiligen Herstellers Gold wert.

L

Lachsleder

Auch wenn Artikel aus Lachsleder bei Weitem nicht so häufig verwendet werden wie solche aus Rind- und Schweineleder, ist es selbstverständlich wichtig, diese entsprechend zu pflegen. In der Regel genügt hier ein weiches Tuch, um leichte Verschmutzungen wie Staub sicher zu entfernen. Damit Deine Accessoires aus Lachsleder auch dann geschützt sind, wenn Du sie nicht brauchst, bewahrst Du sie am besten in einem Stoffbeutel auf. Somit haben auch Sonnenstrahlen keine Chance, ein Ausbleichen hervorzurufen.

Lackleder

Lackleder stellt ein wenig individuellere Forderungen, wenn es um die Reinigung und Pflege geht. Wichtig ist es hier, ausschließlich auf die empfohlenen Pflegemittel für Lackleder zurückzugreifen und keine Kompromisse einzugehen. Immerhin ist die Oberfläche von Lackleder -wie der Name bereits vermuten lässt- sehr glatt. Wer hier miz allzu fettigen bzw. fetthaltigen Mitteln arbeitet, geht das Risiko ein, dass diese nicht einziehen und unschöne Spuren hinterlassen. Der Vorteil der glatten Oberfläche zeigt sich jedoch klar mit Hinblick auf die Reinigung leichter Verschmutzungen. Diese lassen sich mit einem weichen, leicht-feuchten Tuch, meist sogar ohne Reiniger, entfernen.

Lammleder

Falls Du einen Artikel aus Lammleder reinigen musst, ist es immer wichtig, die Empfehlungen des Herstellers zu beachten. Viele Accessoires bedürfen hier einer individuellen Pflege. Auch wenn sich hier in vielen Fällen der Einsatz von Lederbalsam bewährt, kann dies nicht allgemein und für alle Taschen und Schuhe behauptet werden. Generell gilt jedoch, dass Du mit dem Einsatz von Lederreinigungsschaum nichts falsch machen kannst. Um Deine Artikel aus Lammleder nun noch resistenter gegenüber äußeren Einflüssen zu machen, ist es immer sinnvoll, zu imprägnieren. Ein Wachsspray ist hierzu hervorragend geeignet.

Damit Du jedoch noch länger Freude an Deinen Accessoires hast, solltest Du das empfindliche Leder in jedem Fall vor Sonneneinstrahlung schützen. So verhinderst Du ein vorzeitiges Verbleichen.

 

N

Nappaleder

Verschmutzungen, die auf Nappaleder entstehen, können oftmals mit Hilfe von Lederreinigungsschaum, jedoch auch mit einem weichen Tuch entfernt werden. Für welche Variante Du Dich hier entscheidest, ist im Wesentlichen vom Ausmaß der „Katastrophe“ abhängig. In jedem Falle gilt jedoch, dass Du Deine Artikel aus Nappaleder mit Hilfe eines Wachssprays imprägnieren solltest. Schmutz und Feuchtigkeit wird somit besser abgewiesen. Das Ergebnis: Du hast länger Freude an dem Produkt! Bei Unsicherheiten solltest Du jedoch immer den Hersteller kontaktieren. Nur so stellst Du sicher, dass Deine Pflege keine unschönen Spuren auf dem Nappaleder hinterlässt.

Nubukleder

Nubukleder gehört erfahrungsgemäß zu den etwas anspruchsvolleren Lederarten. Daher ist hier auch keine standardisierte Pflege gefragt. Um die Haltbarkeit Deiner Artikel aus Nubukleder noch weiter zu steigern, greifst Du am besten auf einen Nubuk-Radierer zurück. Dieser ist in vielen gut-sortierten Lederfachgeschäften erhältlich. Zudem lohnt es sich immer, Deine Accessoires aus Nubukleder imprägnieren zu lassen. Überhaupt nicht sinnvoll ist jedoch eine Reinigung auf der Basis von Wasser. Besonders starken Verschmutzungen rückst Du stattdessen am besten mit klassischem Reinigungsschaum für Leder zu Leibe. Wichtig ist in jedem Falle, dass dieser auf diese etwas empfindlichere Lederart abgestimmt ist.

P

Pull-Up oder Fettleder

Die meisten Menschen, die sich ein Accessoire aus dem Bereich Fettleder kaufen, mögen die charakteristischen Gebrauchsspuren, die diese Lederart im Laufe der Zeit zwangsläufig mitbringt. Dennoch: Verschmutzungen sind hier definitiv keine Gebrauchsspuren, gehören nicht zum „Used Look“ und sollten entsprechend auch zeitnah entfernt werden. Am besten nutzt Du hierzu, falls es sich lediglich um leichte Spuren handelt, einen Lappen und behandelst die jeweilige Stelle mit ein wenig Lederfett. Falls das nicht ausreicht, kannst Du Dir noch zusätzlich spezielle Lotionen kaufen, die Dein Fettleder in neuem Glanz erstrahlen lassen. 

R

Reptilienleder

Die Herausforderungen der Pflege von Reptilienleder liegen in der schuppigen Oberfläche. Hier haben es Staub und Co. leicht, sich festzusetzen und die Qualität und den Wert der entsprechenden Artikel negativ zu beeinflussen. Gewöhne Dir daher an, das Reptilienleder nach dem Tragen regelmäßig auszubürsten. Am besten benutzt Du dafür eine handelsübliche Staubbürste. Hier ist jedoch Vorsicht geboten! Um der Oberflächenstruktur des Reptilienleders nicht zu schaden, ist es wichtig, immer mit der Richtung der Schuppen zu bürsten! Schäden, die bei einer falschen Reinigung, gegen die Schuppen, entstehen, können ansonsten nur schwer (oder gar nicht) repariert werden.

Dreck, der sich auf diese Weise nicht entfernen lässt, kann mit speziellem Reinigungsgummi aus Kautschuk zu Leibe gerückt werden. Auch ein feuchter Lappen ist oftmals ausreichend, um mittelschwere Verunreinigungen zu entfernen. Wenn Du Deinem Reptilienleder zusätzlich etwas Gutes tun möchtest, greifst Du am besten auf Ledermilch zurück. Diese sorgt dafür, dass Schuhe, Taschen und Co. aus Reptilienleder flexibel bleiben. Für nachhaltigen Schutz vor äußeren Einflüssen sorgt das Auftragen einer zusätzlichen Wachsschicht.

Wer nicht möchte, dass seine Artikel aus Reptilienleder in der Zeit des Nicht-Tragens austrocknen, sollte diese mit einem leicht (!) angefeuchteten Tuch bedecken.

Rindleder

Rindleder ist nicht zuletzt aufgrund seines geringen Pflegeanspruches so beliebt. Wie bei einigen anderen Ledersorten auch reicht es hier in der Regel aus, leichtere Verschmutzungen mit einem weichen, fusselfreien Lappen oder einem Schwamm zu bearbeitet. Das Ergebnis gestaltet sich auch dann besonders überzeugend, wenn zusätzlich Lederfett verwendet wird und außerdem Lotionen zum Einsatz kommen. Welche Mittel sich hier besonders gut eignen und ob Dein betreffendes Accessoire besondere Ansprüche an Pflege und Reinigung stellt, können Dir die jeweiligen Hersteller Deiner Artikel am besten selbst verraten.

Rochenleder

Rochenleder gehört in den Bereich der Fischleder und stellt entsprechend besondere Anforderungen, wenn es darum geht, sorgsam und nachhaltig zu reinigen und zu pflegen. Besonders einfach gestaltet sich die Tatsache, wenn Du hier lediglich leichte Verunreinigungen entfernen möchtest. Hier genügt in der Regel ein angefeuchteter Lappen. Für den Fall jedoch, dass die Verschmutzungen ein wenig üppiger ausfallen, hast Du die Möglichkeit, auf einen milden (!) Reiniger für Leder zurückzugreifen. Danach sorgst Du mit Lederfett oder -spray für eine Art Schutzschicht auf Deinem Accessoire. Dieses schützt nicht nur vor Feuchtigkeit, sondern auch vor Sonneneinstrahlung. Nachdem Du das Mittel aufgetragen hast, polierst Du es mit Hilfe eines weichen, fusselfreien Tuches ein.

S

Saffianleder

Saffianleder ist sehr lange haltbar und entsprechend robust. Dennoch darfst Du bei der Pflege und der Reinigung der entsprechenden Produkte keine Kompromisse eingehen. Eine spezielle Leder-Balsam-Pflege, die perfekt auf die Bedürfnisse des Saffianleders abgestimmt ist, ist hier unerlässlich.

Schweinsleder

Auch beim vergleichsweise robusten Schweinsleder ist es wichtig, die entsprechenden Pflegeprodukte aufeinander abzustimmen. Viele Besitzer von Jacken, Schuhen und Taschen aus Schweinsleder schwören auch hier auf die hohe Effektivität von Radiergummis, die ein punktuelles Arbeiten erlauben. Lederreinigungsmittel und Lederpflegesprays sollten nur dann zum Einsatz kommen, wenn seitens des Herstellers keine Angaben darüber vorliegen, dass diese das Material schädigen könnten. Im Zweifelsfall solltest Du hier unbedingt nachfragen, bevor Du Dein Accessoire behandelst!

Straußenleder

Die Pflegeaufwendungen, die Du im Bereich Straußenleder aufbringen musst, ähneln denen des Kalbsleders. Besonders wichtig ist hier zudem eine staubfreie Lagerung.

V

Vachetteleder

Verschmutzungen mit einem vergleichsweise geringen Ausmaß entfernst zu beim Vachetteleder am besten mit Hilfe eines weichen, nicht fusselnden Tuchs. Sollte diese Behandlung einmal nicht ausreichen, greifst Du zum Lederreinigungsschaum. Damit Du auch über einen langen Zeitraum hinweg Freude an Deinem entsprechenden Produkt hast, solltest Du Deine Accessoires aus Vachetteleder auch in regelmäßigen Abständen mit einem hierfür geeigneten Wachs-Spray imprägnieren.

W

Wasserbüffelleder

Wasserbüffelleder ist extrem robust? Stimmt! Das bedeutet jedoch nicht, dass Du Deine Accessoires aus Wasserbüffelleder nicht pflegen musst. Eine Mischung aus hochwertigem Anilinöl, einem passenden Radierer und einem Imprägnierspray ist hier in der Regel passend. Dennoch: solltest Du Zweifel haben, ob die Pflege auch wirklich auf Dein Accessoire abgestimmt ist, kontaktiere in jedem Falle den Hersteller!

Z

Ziegenleder

Zur Reinigung von Ziegenleder nutzt Du am besten einen hochwertigen Lederbalsam. Bei dieser Lederart gilt jedoch auch, dass Du die Haltbarkeit unter anderem auch durch einen Schutz vor äußeren Einflüssen, wie Sonne oder Feuchtigkeit, deutlich verlängern kannst.

 


Die richtige Pflege für andere Materialien

Nicht alle Deine Lieblingsaccessoires bestehen aus Leder? Kein Problem! Hier haben wir für Dich die wichtigsten Hinweise für Baumwolle, Viskose und Co. zusammengefasst!

Baumwolle

Bei Baumwolle handelt es sich um ein vergleichsweise dankbares Material. Auch gerade deshalb ist es so beliebt. Falls Baumwolle im Zusammenhang mit Klamotten, einem Schal oder Halstüchern verarbeitet wurde, kannst Du das Material in der Regel problemlos mit der Hand oder in der Waschmaschine reinigen.

Achte hier unbedingt auch immer auf die Reinigungsempfehlungen des Herstellers. Eventuell besteht das Risiko, dass Deine Accessoires aus Baumwolle Farbe verlieren und Deine andere Wäsche ungewollt „verschönern“ könnten. Ein Zettel oder ein kleiner Einnäher geben hier schnell Aufschluss über mögliche Gefahren. Oftmals ist definitiv zu empfehlen, die jeweiligen Teile sicherheitshalber einzeln zu waschen.

Canvas 

Canvas hört sich ausgefallen an, besteht jedoch aus Baumwolle und beeindruckt damit mit einer langen Haltbarkeit und einem hohen Maß an Stabilität. Ausnahme: unbeschichtete Accessoires aus Canvas! Diese sind oftmals sehr empfindlich gegenüber Schmutz und anderen äußeren Einflüssen.

Ein Schwamm und ein sehr sanfter Reiniger helfen hier schnell weiter. Am besten startest Du hier mit einer leichten Dosierung. Allzu viel Reiniger kann dem Material schaden! Achte zusätzlich auch darauf, dass der Schwamm ausreichend weich ist.

Kunstleder

Möchtest Du Deine Accessoires aus Kunstleder reinigen, darfst Du niemals zu klassischer Lederpflege greifen! Dieses Material reagiert äußerst allergisch auf Öl und Fett. Hier gilt: was natürliches Leder geschmeidig und glatt hält, bewirkt beim Kunstleder das komplette Gegenteil. Die Lösung ist jedoch auch hier vergleichsweise einfach: in der Regel genügt ein angefeuchteter Lappen, um den betreffenden Flecken zu Leibe zu rücken.

Parallel dazu sollte das Kunstleder auch immer wieder imprägniert werden. Nutze hierzu am besten ein Spray. Dieses lässt sich nicht nur perfekt auf Taschen und Co. verteilen, sondern charakterisiert sich auch durch einen besonders pflegenden und nachhaltigen Effekt.

Nylon

Nylon stellt definitiv keine großen Ansprüche an Reinigung und Pflege. Hier ist eine Reinigung mit der Hand und einem weichen Lappen in der Regel vollkommen ausreichend, um Flecken den Kampf anzusagen. Das Material verträgt auch eine Behandlung mit einer leichten Seife problemlos.

Polyester und Polyacryl

Hier gelten dieselben Ratschläge wie beim Nylon. Für eine verlässliche Reinigung ist in der Regel ein leicht-angefeuchtetes Tuch und ein schonendes Reinigungsmittel ausreichend. Aufgrund seiner positiven Eigenschaften kommt Polyester auch verstärkt im Outdoorbereich zum Einsatz.

Viskose

Viskose ähnelt in seiner Beschaffenheit der Seide. Hierbei ist es wichtig, sich mit Hinblick auf eine verlässliche Reinigung unbedingt auf die Herstellerangaben zu verlassen. Das bedeutet auch, dass bestimmte Accessoires aus Viskose ausschließlich mit der Hand gewaschen werden dürfen. Im Zusammenhang mit anderen wird das Waschen (bei niedrigen Temperaturen!) in der Waschmaschine empfohlen.

Falls in Deinem Falle die letztere Variante empfohlen wird, solltest Du definitiv darauf verzichten, Deine Accessoires aus Viskose zusammen mit Jeans oder anderen „harten“ Stoffen zu waschen. Diese könnten die Struktur der Viskose nachhaltig schädigen. Gegebenenfalls kannst Du auch einen so genannten Waschbeutel nutzen und Deine Viskoseartikel so zusätzlich schützen. Eins steht jedoch fest: Viskose sollte niemals den Weg in den Trockner antreten müssen! Eine schonende Trocknung auf einer Wäscheleine ist hier das A und O!

 

 

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