Lederlexikon & Taschen-Lexikon

Lederlexikon, Allgemeine Infos, Lederarten und Herstellung

Leder ist nicht gleich Leder. Wer sich schon einmal mit den verschiedenen Produkten rund um Leder beschäftigt hat, stellt nicht nur schnell fest, dass sich die jeweiligen Artikel, sondern auch die Lederarten voneinander unterscheiden. Schuhe, Taschen, Armbänder und Co. werden aus vielen verschiedenen Lederarten hergestellt. Doch was ist der Unterschied zwischen Echtem Leder, Lackleder, Saffiano-Leder, Veloursleder und Kunstleder? Die Frage, die sich in diesem Zusammenhang immer wieder stellt, ist die nach den jeweiligen Eigenschaften und den entsprechenden Pflegehinweisen. Wer mit dem Leder entsprechend sorgsam umgeht, kann sich immerhin oftmals auch über eine längere Haltbarkeit der Produkte freuen. Wer sich also schon immer einmal über echtes Leder im Allgemeinen, Glattleder, Wildleder und gegerbtes Leder informieren wollte, kann von nun an hier nachschlagen.

 
A

Allgemeine Informationen - was ist Leder überhaupt?

Zusammengefasst handelt es sich bei Leder um die Haut von Tieren. Damit diese länger haltbar wird, wird diese noch weiter be- und verarbeitet. Das Besondere am Leder ist außerdem, dass es sich hierbei um ein Naturprodukt handelt. Das bedeutet: auch innerhalb der unterschiedlichen Lederarten gleicht kein Stück exakt dem anderen. Die Kollagenfasen sind verschieden dicht miteinander verflochten und sorgen somit für das charakteristische Aussehen. Hochwertiges Leder erkennst Du unter anderem an einer vergleichsweise zarten Oberfläche, einer robusten Struktur und einer langen Haltbarkeit. Jedoch auch ohne die Behandlung durch chemische Stoffe erweist sich Leder als weitestgehend dankbares Material. Es zerfällt aufgrund der Gerbstoffe nicht schnell und enthält viel Feuchtigkeit. Letztere entsteht durch die Rückfettung und sorgt für einen hohen Nutzerkomfort.

Im Laufe der Jahrtausende sind die Anwendungsbereiche für Leder kontinuierlich gewachsen. Heute kommt das Material vor allem im Zusammenhang mit der Herstellung von Kleidungsstücken zum Einsatz.

 

 

Anilinleder (siehe auch: „Glattleder“)

Beim Anilinleder handelt es sich um ein naturbelassenes, sehr weiches Leder vom Rind. Es charakterisiert sich unter anderem durch seine offenen Poren. Im Zuge der Herstellung wird das Anilinleder in einem Farbstoffbad bearbeitet und komplett entsprechend eingefärbt. Meist kommen in diesem Zusammenhang vor allem synthetische Farben zum Einsatz. Viele Fans dieser Lederart schätzen, dass hier die natürliche Struktur der Tierhaut erhalten bleibt und das jeweilige Endprodukt durch einen vergleichsweise matten Ton überzeugt.

Das Anilinleder wird zum Nappaleder gezählt. Seinen Namen verdankt das Anilinleder jedoch seiner charakteristischen Form der Be- und Verarbeitung. So handelt es sich beim Anilin um einen durchsichtigen Farbstoff, der unter anderem dafür sorgt, dass das Material am Ende noch robuster und stabiler wird.

Durch die Tatsache, dass das Anilinleder somit nicht von der jeweiligen Farbe überzogen wird, können kleine Makel in der Haut des Tieres schnell erkannt werden. Die Oberfläche ist weitaus grobporiger und weniger harmonisch als bei anderen Lederarten. Hinzu kommt, dass Du Deine Artikel aus Anilinleder immer sorgsam vor Feuchtigkeit schützen solltest! Aufgrund der besagten, großen Poren lauern hier kleine Gefahrenquellen.

Allgemein muss jedoch gesagt werden, dass Anilinleder sehr hochwertig und edel daherkommt. Sowohl Fachleute als auch Laien erkennen das Leder vor allem an der charakteristischen Oberfläche, die vor allem deshalb so fasziniert, weil sie die Struktur der Haut fast ohne Veränderungen und Eingriffe offenbart. Um den hohen Standard zu halten, wird bei der Produktion der entsprechenden Artikel ausschließlich auf hochwertige Häute verwendet. Hier sind unter anderem auch die Haarkanäle noch sehr gut zu erkennen. Ein typisches Charakteristikum also, dass das Anilinleder von anderen Lederarten unterscheidet.

Auch mit Hinblick auf den Tragekomfort und den allgemeinen Eindruck bleiben beim Anilinleder keine Wünsche offen.

Große, offene Poren bedeuten jedoch auch gerade im Lederbereich: mehr Pflege und eine hohe Anfälligkeit gegenüber äußeren Einflüssen. Wichtig ist es daher, immer dafür zu sorgen, dass Staub bzw. Schmutz oder Feuchtigkeit keine Chance haben, ins Innere des Leders zu gelangen.

 

 

Antikleder

Keine Frage: Retro ist in! Und genau diesem Trend folgt das beliebte Antikleder. Dieses wird durch die Nutzung einer speziellen Färbetechnik hergestellt. Durch das Pressen und Wischen von Leder erhält das Antikleder sein charakteristisches Aussehen. Dieses erinnert in gewisser Weise an den beliebten Used-Look, der heutzutage gerade in der Modeindustrie eine große Rolle spielt.

 

B

Bioleder - Pflanzen- und Chromgerbung

Wenn ein Leder chrom- und metallfrei gegerbt wurde, spricht der Fachmann bzw. die Modebranche vom klassischen Bioleder. Beim bloßen Begriff „Bioleder“ handelt es sich jedoch oftmals auch lediglich um eine Zusammenfassung für pflanzlich gegerbtes Leder. Was aber hier immer definitiv im Vordergrund steht, ist die Schonung der Ressourcen im Zuge der Herstellung. Manchmal trügt der Schein jedoch auch trotz „Bio“. So kommen im Zusammenhang mit der Chromgerbung unter anderem durchaus auch Chemikalien zum Einsatz, die Gerbstoffe für die pflanzliche Version müssen auch in den meisten Fällen aus dem Ausland eingekauft werden. Für deren Herstellung werden dort in der Regel viele Bäume gerodet. Der Handel mit den Gerbstoffen hat somit auch eine Umweltbelastung in Form von langen Transportwegen und dem entsprechenden Treibstoffverbrauch zur Folge.

Im Allgemeinen erweist sich hier die pflanzliche Gerbung als größerer Störfaktor für die Umwelt als das Gerben mit Chrom. Weshalb? Die Pflanzengerbung ist für das Entstehen von einer größeren Menge an Gerbbrühen verantwortlich, die wiederrum die Basis für Massen an Schmutzwasser bilden. Die Menge an Pflanzengerbstoffen, die für die Herstellung von Bioleder benötigt wird, ist höher als die, die im Zusammenhang mit Chromgerbstoffen verarbeitet werden muss.

 

Boxkalb oder „Boxcalf“

Unter „Boxkalbleder“ versteht die Modeindustrie eine ganz besondere Form des klassischen Kalbleders. Dieses Leder, das unter anderem auch unter dem Namen „Boxcalf“ vertrieben wird, kommt in den meisten Fällen im Zusammenhang mit der Herstellung von Taschen und Schuhen zum Einsatz. Besonders beliebt ist das Boxkalb Leder vor allem aufgrund seiner vergleichsweise weichen und glatten Struktur und dank des natürlich-schwarzen Tons. Im Zusammenhang mit der Produktion von Boxkalbleder wird seitens der Hersteller auf die Vollchromgerbung zurückgegriffen.

 

Büffelleder

Auch beim Büffelleder handelt es sich um eine vergleichsweise weiche und sehr beliebte Lederart. Das Besondere: auch wenn sich die Oberfläche fast schon samtig anfühlt, ist das Leder fest und charakterisiert sich im Wesentlichen durch seine offenporige Struktur. Diese Lederart wird auf der Narbenseite geschliffen und ist bekannt für seine sehr natürliche Optik. Aufgrund ihrer robusten und stabilen Struktur wird das Büffelleder sehr gern für Alltagsgegenstände verwendet. Es zeichnet sich unter anderem durch seine Langlebigkeit und die großen Poren aus. Vor allem im direkten Vergleich mit anderen Lederarten, wie zum Beispiel dem Rindsleder, wirkt das Büffelleder viel gröber.

Dank der Vielzahl seiner positiven Eigenschaften kommt dieses Leder nicht „nur“ in der Modeindustrie, sondern auch in anderen Alltagsbereichen, wie beispielsweise im Zusammenhang mit Sitzmöbeln, zum Einsatz.

Für die Herstellung des Büffelleders für die Haut von Sumpfbüffeln verarbeitet. Diese werden in Asien gezüchtet und arbeiten hier meist bis zur Verarbeitung der Haut als Arbeitstiere auf dem Feld. Eine weitere Büffelart, die mittlerweile gern für die Herstellung des Leders verwendet wird, sind die Flussbüffel. Diese kommen in der Regel aus Europa oder Nordamerika und werden hier unter anderem als klassische Fleischlieferanten genutzt. Weder Sumpf- noch Flussbüffel werden somit allein aufgrund ihres Leders gezüchtet.

Laien erkennen das klassische Büffelleder vor allem an der charakteristischen Narbenstruktur und an den Haarkanälen. Vor allem dann, wenn Du einen Artikel aus Büffelleder über einen längeren Zeitraum in Gebrauch hattest, merkst Du, dass sich dieser optisch verändert und irgendwann seinen klassischen Büffelleder-Charakter erhält. Genau dann ist er für die Liebhaber dieser Lederart noch attraktiver.

 

 

E

 

Echtes Leder

Damit Leder den Zusatz „echt“ tragen darf, müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein. Immerhin möchte nicht nur der Zwischenhändler, sondern auch der Verbraucher sicher sein, ein hochwertiges und eben „echtes“ Produkt in den Händen zu halten. Das Echtleder stellt den Gegensatz zum klassischen Kunstleder dar und ist nach wie vor -vor allem auch in der Modebranche- gefragt. Zu den bekanntesten echten Ledersorten gehören unter anderem das Nappaleder und das Kalbsleder.

Aufgrund der hohen Qualität des Kunstleders fällt es vielen Verbrauchern heute schwer, auf den ersten Blick zwischen echtem und Kunstleder zu unterscheiden. Hier gilt es, auf die entsprechenden Bezeichnungen zu achten. Der Aufdruck „Leder“ genügt hier nicht. Wer Wert darauf legt, echtes Leder zu erhalten, sollte definitiv nur Produkte kaufen, auf denen auch der Zusatz „echtes Leder“ wortwörtlich vermerkt ist.

 

Exotenleder

Dieses Leder stammt von exotischen Tieren. Als „exotisch“ gelten hier unter anderem vor allem Krokodile und Schlangen, jedoch auch Eidechsen. Aufgrund seiner Hochwertigkeit und der Seltenheit gilt das Exotenleder als sehr wertvoll, ist jedoch -vor allem im Vergleich mit Schweins- und Rindleder- weitaus weniger belastbar.

 

G

 

Gegerbtes Leder

Wer sich heute auf der Suche nach einem Produkt aus Leder befindet, wird schnell sehen, dass die meisten Lederarten heutzutage gegerbt werden. Vor allem das Chromgerben kommt hier mittlerweile am häufigsten vor. Doch was bedeutet Chromgerben eigentlich genau? Wie der Name schon sagt, wird hierfür eine Chromart verwendet. Regelmäßige Kontrollen stellen zudem sicher, dass hierbei keine Giftstoffe in das Leder gelangen.

 

Gekrispeltes Leder

Das gekrispelte Leder zeichnet sich vor allem durch eine vergleichsweise leichte Struktur an der Oberfläche aus. Der Name „gekrispelt“ trügt hier also nicht. Die charakteristischen Falten entstehen hier, weil das Leder wirklich gefaltet wird. Die Herstellung der somit gekrispelten Oberfläche wird entweder manuell oder mit Hilfe von Maschinen umgesetzt.

 

Gemilltes Leder

Eine wichtige Rolle im Zuge der Herstellung von gemilltem Leder spielt die Trocknung. Das Leder wirh hierbei in einem Millfass so lange gedreht bzw. geschlagen, bis alle Feuchtigkeit verflogen ist. Das Ergebnis überzeugt. Gemilltes Leder ist sehr weich und begeistert viele Nutzer durch seine natürliche Struktur.

 

Glattleder

Da es sich bei Leder um die Haut von Tieren, und damit um ein natürliches Material handelt, charakterisiert es sich unter anderem durch unterschiedliche Strukturen. Beim Glattleder wurde die Narbenseite des Leders so bearbeitet, dass diese dennoch vergleichsweise glatt ist. Die Bezeichnung „Glattleder“ hat auch dann Bestand, wenn es sich bei dem betreffenden Stück um ein Leder handelt, bei dem die Narbung immer noch deutlich sichtbar ist. Glattleder ist in der heutigen Zeit in mehreren Variationen erhältlich. Unterschieden wird hier unter anderem beispielsweise in sehr starknarbige Arten, wie Krokodilleder oder flachnarbige Arten, wie Kalbsleder. Zudem spielt bei der Herstellung verschiedener Artikel auch der Glanzgrad eine Rolle. Viele Hersteller sind in den letzten Jahren dazu übergegangen, eine Schutzschicht über das eigentliche Leder zu ziehen. Diese dient unter anderem dazu, die Haltbarkeit noch weiter zu erhöhen.

 

H

Hirschleder

Hirschleder charakterisiert sich durch seine vergleichsweise weiche Oberfläche und sein geringes Eigengewicht. Es eignet sich hervorragend dazu, um in der Bekleidungsindustrie zum Einsatz zu kommen. Trotz des hohen Weichheitsgrades ist es extrem strapazierfähig.

 

I

 

Imprägniertes Leder

 

Wenn Du auf imprägniertes Leder zurückgreifst, stellst Du sicher, dass Du ein Material verwendest, das hervorragend gegen äußere Einflüsse, wie Feuchtigkeit und Schmutz, geschützt ist. Natürlich kannst Du die meisten Lederaccessoires auch nach dem Kauf regelmäßig, beispielsweise durch ein Spray, imprägnieren. Greifst Du jedoch schon beim Kauf auf das imprägnierte Leder zurück, kannst Du Dir sicher sein, dass das Material schon bei der Gerbung mit den schützenden Eigenschaften ausgestattet wurde.

 

K

 

Kalbsleder

 

Unglaublich: ein junges Kalb verfügt über die gleiche Anzahl an Haaren wie ein Rind. Einziger Unterschied: die Haare verteilen sich eben auf weniger Quadratzentimeter an Haut. Hier zeigt sich das Charakteristikum zwischen Kalb und Rind. Das Kalbsleder wirkt harmonischer und glatter und wird entsprechend auch als sehr hochwertig und edel gehandelt. Zudem erweist sich hier das Narbenbild als besonders dicht.

Auch mit Hinblick auf die gebotene Stabilität kann das Kalbsleder punkten. Es ist oftmals noch robuster als das Pendant vom Rind. Das Kalbsleder kommt entsprechend oft bei der Herstellung hochwertiger Kleidung und Schuhe, beispielsweise im Zusammenhang mit Übergangsjacken und Co., zum Einsatz. Auch im Bereich der Polsterung und in den Buchbindereien wird dieses Material gerne verwendet. Für viele der Einsatzbereiche, in denen Kalbsleder verarbeitet wird, wäre das Leder der erwachsenen Tiere ein wenig zu steif oder auch einfach zu schwer.

Doch was macht ein Kalb eigentlich zum Kalb und grenzt es damit letzten Endes auch vom Rind ab? Wichtig ist hier sowohl das Alter als auch das Gewicht des Tieres. Oder anders: ein Rind, das unter 150 Kilo wiegt und unter einem Jahr alt ist, ist ein Kalb.

 

Knautschlackleder


Das Knautschlackleder stellt eine besondere Form des Lackleders dar. Bei ihm handelt es sich um eine Art Glattleder, das durch den Überzug einer Folie ergänzt, aber zusätzlich auch gekrispelt wurde. So entsteht das charakteristische Erscheinungsbild des Knautschlackleders, dessen Herstellung in manchen Teilen auch der klassischen Prägung ähnelt.

 

L

 

Lachsleder

 

Du hast noch nie etwas von „Lachsleder“ gehört? Durchaus möglich. Hierbei handelt es sich um eine Art von Leder, die in der Gesellschaft weniger bekannt ist und auch weniger nachgefragt wird. Fans dieser Lederart schätzen an ihr vor allem die Tatsache, dass es sich beim Lachsleder um ein vergleichsweise robustes Material handelt und somit daher fester als klassisches Schweinsleder daherkommt. Das Besondere: auch nach der Gerbung ist das charakteristische Fischmuster immer noch auszumachen. In der Modeindustrie sind Accessoires aus Lachsleder daher vor allem im Zusammenhang mit Taschen zu finden. Ein weiterer Vorteil ist die Tatsache, dass Lachsleder zu den eher leichten Ledersorten gezählt werden kann. Die Gerbung erfolgt in der Regel auf pflanzliche Weise.

 

Lackleder

 

Lackleder ist -einfach zusammengefasst- veredeltes Leder, das auf der Narbenseite lackiert bzw. mit Folie überzogen wurde. Meist werden hierfür Polyurethan-Lacke genutzt. So entsteht aus der narbenfreien Oberfläche eine Oberfläche aus Hochglanz.

Hier spielt nicht nur der Schutz vor äußeren Einflüssen, wie Luft oder Feuchtigkeit, sondern auch die Optik eine große Rolle. Hochglanz wirkt bei vielen Produkten einfach noch ein wenig edler. Oftmals handelt es sich beim klassischen Lackleder jedoch nicht um das Endprodukt, sondern nur um einen Zwischenschritt. Das Leder wird dann teilweise noch geprägt oder zu Knautschlackleder weiterverarbeitet.

Besonders gern wird das Lackleder jedoch auch im Zusammenhang mit der Herstellung von Schuhen, Kleidung und Taschen verwendet. Einziger Nachteil: das Lackleder ist etwas anfälliger für Gebrauchsspuren als mattes Leder. Besonders dann, wenn Du Deine Accessoires aus Lackleder daher wirklich jeden Tag nutzen möchtest, solltest Du vorsichtig mit ihnen umgehen.

 

Lammleder

 

Hier kann der Name trügen. Viele Produkte, die unter dem Begriff „Lammleder“ angeboten werden, stammen genaugenommen von den ausgewachsenen Schafen. Dabei darf ein Material nur die Bezeichnung „Lammleder“ tragen, wenn die verarbeitete Haut von einem Tier stammt, das jünger als ein Jahr alt war.

Das Lammleder charakterisiert sich unter anderem durch seine vergleichsweise glatte Oberfläche und die weiche Griffigkeit. Die Oberfläche ist hier deutlich feiner strukturiert als bei vielen anderen Lederarten.

Der Nachteil bei dieser Lederart liegt jedoch leider in seiner geringen Stabilität. Daher werden meist Kleidungsstücke aus Lammleder gefertigt, die nicht jeden Tag getragen werden. Meist wird dieses Leder entsprechend im Zusammenhang mit eleganter Festtagskleidung, jedoch auch im Kontext mit Schuhen und Taschen, verarbeitet.

 

N

 

Nappa-Leder

 

Unter dem Begriff „Nappa-Leder“ wird chromgegerbtes, vollnarbiges und weiches Leder zusammengefasst. Die jeweilige Tierart spielt für diese Einteilung zunächst keine Rolle. Besonders wichtig ist jedoch, dass das Narbenbild der Haut komplett erhalten bleibt bzw. im Zuge der Herstellung nicht verändert wird.

Das Nappa-Leder stammte ursprünglich von Kälbern oder Schafen. Im Zuge der Herstellung wurde es dann vergleichsweise zart gegerbt und dafür gesorgt, dass die Hautporen sicher verschlossen werden.

Genau hierin liegt auch für viele der Vorteil der Verwendung von Nappa-Leder. Durch die dicht-geschlossenen Poren ist sichergestellt, dass äußere Einflüsse keine Chance haben, ins Innere der Struktur vorzudringen. Die Kriterien, die erfüllt werden müssen, damit sich ein Leder Nappa-Leder nennen darf, sind heute weitaus weniger streng. Wichtig ist hier vor allem eine zarte, glatte Oberfläche.

Das Tier, das letztendlich zur Herstellung verwendet wurde, ist heutzutage weitestgehend unerheblich. So werden viele Glattlederarten verallgemeinernd als „Nappa-Leder“ bezeichnet.

Den Namen „Nappa“ hat diese Lederart dem Napa Valley zu verdanken.  Bevor die Bezeichnung „Nappaleder“ vergleichsweise allgemein für weiches Glattleder verwendet werden durfte, war hiermit vor allem das Handschuhleder bzw. das Bekleidungsleder gemeint. Heute gilt der Begriff unter anderem auch als eine Art „Qualitätsmerkmal“, der von vielen Herstellern dazu genutzt wird, um dem Kunden zu zeigen, dass es sich bei dem betreffenden Produkt um ein ganz besonders weiches Exemplar handelt. Eine genaue, sich von anderen Lederarten deutlich abgrenzende Definition existiert leider nicht (mehr).

 

Nubuk-Leder

 

Das beliebte Nubuk-Leder zeichnet sich unter anderem durch seine eher samtige Oberfläche aus. Erreicht wird diese durch das Schleifen der Narbenseite. Durch diese Technik sind die Poren beim Nubuk-Leder sichtbar. Liebhaber dieses Leders schätzen demzufolge unter anderem auch das charakteristische Erscheinungsbild, das durch die Sichtbarkeit von eventuellen Narben noch weiter unterstrichen wird.

Um im Zuge der Produktion ein perfektes Endergebnis zu erzielen, ist es wichtig, am besten feines Schleifpapier zu verwenden. Entgegen vieler Vermutungen gehört das Nubuk-Leder übrigens zu den Rauledersorten.

Meist wird es aus der Haut von Rindern, Schafen oder Ziegen gewonnen und ist entsprechend, trotz der weichen Oberfläche, insgesamt eher fest.

 

P

 

Pflanzlich gegerbtes Leder oder „natürliche Gerbung“

 

Auf pflanzliche Art gegerbtes Leder wird unter anderem auch als „vegetabil gegerbtes Leder“ bezeichnet. Diese Lederart wurde beispielsweise unter anderem zusammen mit Eichenrinde oder Rhabarberwurzeln zusammen gegerbt. Der Stoff, der im Zuge dieser pflanzlichen Gerbung in einer Grube zum Einsatz kommt ist immer von pflanzlicher Natur.

Das pflanzlich gegerbte Leder verfügt über eine lange Tradition. So wird diese Form der Gerbung schon seit mehr als 5.000 Jahren umgesetzt und gehört damit zu den Verfahren, die im Zuge der Lederherstellung mit am meisten zum Einsatz kamen.

Je nachdem, welcher Effekt genau im Rahmen der pflanzlichen Gerbung erzielt werden soll, unterscheidet sich auch die Wahl des pflanzlichen Gerbstoffs. So ist beispielsweise die Eiche als Gerbstoff dafür bekannt, ein eher helles Leder zu erzeugen. Auch die Rinde der Fichte kommt vor allem dann zum Einsatz, wenn ein hellbraunes Leder entstehen soll.

Ein wenig anders verhält es sich mit Hinblick auf den Einsatz von Kastanien bzw. Kastanienbaumrinde. Diese ist im Zuge der Gerbung für ein eher rötliches bis mittelbraunes Leder verantwortlich. Die Rinde der Weide macht das Endergebnis gelb.

Du siehst: je nachdem, welcher Look und welche Eigenschaften mit der pflanzlichen Gerbung hervorgerufen werden sollen, entscheiden sich die Hersteller für oder gegen eine bestimmte „Zutat“. Generell gilt jedoch, dass sich die Intensität der Farbe der jeweiligen Gerbbrühe immer zusammen mit der Konzentration erhöht bzw. verringert. Wichtig ist es jedoch auch zu verstehen, dass es sich bei der pflanzlichen Gerbung lediglich um eine Art der Vorbereitung auf weitere Herstellungsprozesse handelt. Nachdem das Leder entsprechend bearbeitet, also pflanzlich gegerbt, wurde, tritt es seinen Weg in das so genannte „Versenk“ an. Dieses ist immer mit der entsprechenden Gerbbrühe gefüllt, muss jedoch auch regelmäßig neu befüllt werden, um einen weiterhin hohen Qualitätsstandard zu gewährleisten.

Die Erfahrung zeigt, dass sich übrigens vor allem eher feste Lederarten dazu eignen, pflanzlich gegerbt und dann zum Beispiel zu Ledersolen verarbeitet zu werden.

 

Prüfverfahren

 

Die Ansprüche an Leder -egal, ob echtes oder Kunstleder- sind im Laufe der Jahre kontinuierlich gestiegen. Bevor das Leder schlussendlich verarbeitet werden kann, muss es schon im Vorfeld mehrere Prüfverfahren durchlaugen. Nur somit ist sichergestellt, dass das Leder die hohen Anforderungen der Kunden und der Industrie erfüllen kann.

Nicht nur die Automobilindustrie arbeitet hier auf der Basis strenger Reglements. Auch in der Bekleidungsindustrie spielen Faktoren wie DIN-Normen eine große Rolle.

Wichtig und unerlässlich für die Prüfung ist hier unter anderem das Gewicht, die Dicke des Leders, seine Zugfestigkeit, die Stabilität, jedoch auch -je nach Produkt- das Brennverhalten und die Reibechtheit.

 

Pull-Up oder Fettleder

 

Auf dem Leder ist an der Oberseite eine Fettschicht, die eingefärbt wurde, ausfindig zu machen? Dann spricht der Fachmann hier von dem so genannten Pull-Up-Leder oder Fettleder. Fans dieser Lederart können sich vor allem für die Tatsache begeistern, dass sich nach einer gewissen Zeit der so moderne „Used Look“ an den Taschen, Jacken und Co. zeigt. In den meisten Fällen bilden Nubuk- oder Rauleder die Basis für das Pull-Up Leder. Die Oberfläche ist hier vergleichsweise rau und weist schnell erste Gebrauchsspuren auf. Im Falle des Pull-Up Leders ist dies von den Nutzern jedoch in der Regel so gewollt.

Pull-Up Leder wird meist auch unter dem Begriff „Fettleder“ zusammengefasst. Es charakterisiert sich, neben dem Used Look unter anderem auch durch seine Anilinfärbung und einen weichen Griff.

Vorsicht ist hier jedoch immer im Zusammenhang mit irreführenden Bezeichnungen geboten. So kommt es leider immer noch oftmals vor, dass die so genannten „PU-Leder“ auch als „Pull-Up Leder“ bezeichnet werden. Mit der erstgenannten Bezeichnung ist hier jedoch die Polyurethanbeschichtung gemeint! Beide Lederarten sehen sich durchaus auf den ersten Blick ähnlich, weisen jedoch andere Pflegebedürfnisse auf.

 

R

 

Rauleder

 

Das Material, das sich hinter der Bezeichnung „Rauleder“ verbirgt, ist einfach zusammengefasst: jedes Leder, das im Laufe der Herstellung angeschliffen wurde, wird als Rauleder bezeichnet.

Daher ist die Grundqualität des Leders im unbearbeiteten Zustand oftmals zweitrangig. Die obere Schicht wird ohnehin abgetragen. Im Zuge der Produktion wird hier so lange geschliffen, bis das Leder seine charakteristische Struktur zeigt. Genau das Schleifen ist es jedoch auch, dass das Rauleder anfälliger macht, als es auf den ersten Blick erscheinen mag. Das Leder charakterisiert sich im Wesentlichen durch eine eher samtige Oberfläche und einen warmen Griff. So wird unter anderem beispielsweise das Veloursleder zu den Raulederarten gezählt. Viele Menschen schätzen am Rauleder seine besondere Struktur.

Dennoch: Rauleder ist besonders gegenüber Feuchtigkeit und UV-Strahlen sehr empfindlich und sollte entsprechend immer trocken gelagert und in einem dunkleren Raum ohne direkte Sonneneinstrahlung werden, um Schäden bzw. ein Ausbleichen zu verhindern.

Für die Produktion von Rauleder wird in den meisten Fällen die Haut von Rindern oder Kälbern, manchmal auch die von Ziegen oder Lämmern verwendet. Die Einsatzbereiche dieser Lederart sind vergleichsweise breit gefächert und reichen von der Mode-, über die Möbel- bis hin zur Autoindustrie.

 

Reptilienleder

 

Wie der Name schon vermuten lässt, handelt es sich beim Reptilienleder um die verarbeitete Haut von Alligatoren, Krokodilen und Schlangen. Aufgrund der Seltenheit gilt Reptilienleder oftmals als sehr edel und entsprechend kostbar. Es kommt sowohl im Zusammenhang mit der Herstellung von Schuhen als auch im Bereich der Taschenmode zum Einsatz.

Der Herstellungsprozess der entsprechenden Artikel ist vergleichsweise kompliziert. Die Haut der betreffenden Tiere lässt sich nur schwer dehnen und demnach auch nicht wirklich großzügig nutzen. Oftmals ergeben sich im Zuge der Herstellung Verletzungen an der Haut, die dann auch im Endprodukt entsprechend sichtbar sind. Zudem handelt es sich bei Reptilienleder um kein Nebenprodukt. Das bedeutet: der Rest des Körpers kann nicht weiterverarbeitet werden.

Krokodilleder ist daher unter anderem deshalb so teuer, weil hier ausschließlich ein bestimmter Bereich am Bauch zur Ledergewinnung genutzt werden kann. Zudem kommen für die Herstellung nur die jungen Krokodile in Frage.

Auch das Washingtoner Artenschutzabkommen hat die Produktion von Artikeln auf der Basis von Reptilienleder stark eingeschränkt. Seit der Mitte der 1970er Jahre dürfen somit ohnehin zahlreiche Reptilienarten nur noch auf der Basis strenger Auflagen veräußert werden. Wenn Du also wissen möchtest, ob „Dein“ Reptilienleder wirklich legal ist, gilt es nachzusehen, ob es eine Plombe des Internationalen Reptillederverbandes trägt. Wahlweise könnte auch eine entsprechende Fahne eingearbeitet worden sein. An letzterer erkennst Du zum Beispiel Angaben zum Herstellungsjahr oder dem -ort.

Die Reptilienleder werden in der Regel auf Reptilienfarmen gewonnen.

 

Reinigung

 

Jeder, der Lederartikel sein Eigen nennt, weiß, dass diese in regelmäßigen Abständen gepflegt werden wollen. Nur so sind sie lange haltbar und sehen auch nach regelmäßigem Tragen immer noch gut aus. Wie Du Deine Lederschuhe, -taschen und Co. am besten reinigen solltest, hängt in erster Linie von der Lederart, jedoch auch vom Alter und dem Allgemeinzustand ab. In jedem Falle solltest Du darauf verzichten, Deine Lederaccessoires mit normaler Seife zu reinigen. Hier könnte es sein, dass sich Reste im Leder festsetzen und die Poren verschließen. Die Folge: Risse und vertrocknete Stellen. Viel besser ist es hier, ein eher mildes Feinwaschmittel zu verwenden und dieses großzügig in klarem Wasser aufzulösen. Ein Verhältnis 1 zu 9 ist hier durchaus empfehlenswert. Nun tränkst Du einen Schwamm mit der Mischung, wringst ihn aus, so dass er nicht zu nass ist und reinigst die Tasche bzw. das Accessoire in die Richtung, die Dir die Lederstruktur vorgibt.

Nun lässt Du die nassen Stellen trocknen. Vermeide hierzu jedoch einen Platz, der der prallen Sonne ausgesetzt ist. UV-Strahlen können das Leder wieder angreifen!

 

Wenn das Leder komplett getrocknet ist, nutzt Du ein wenig Lederpflegemittel und reibst alles gründlich ein. Fertig!

 

Rindleder

 

Das Rindleder charakterisiert sich vor allem durch sein hohes Maß an Stabilität und seinen kräftigen Griff. Es gehört zu den bekanntesten Ledersorten.

Die Oberfläche dieser Lederart ist vergleichsweise flach, wird jedoch auch immer wieder von kleineren Haarlöchern unterbrochen. Früher wurde das Rindleder lediglich oft im Automobil- bzw. Polsterbereich verwendet. Heute kommt es jedoch auch verstärkt im Bereich der Bekleidung und im Pferdesport zum Einsatz.

Fachleute unterscheiden hier zwischen dem Vollrindleder (die obere Hautschicht) und dem klassischen Rindleder (die darunterliegende Hautschicht). Vor allem das Vollrindleder charakterisiert sich hier durch ein vergleichsweise dichtes Gewebe an Fasern.

Rindleder kommt in den unterschiedlichsten Bereichen, beispielsweise im Zusammenhang mit Schuhsohlen, Riemen, Möbeln und Polstern im Auto zum Einsatz. Ein weiterer Vorteil: aufgrund der Tatsache, dass es sich beim Rindleder um ein klassisches Nebenprodukt des Rindfleisches handelt, ist der Preis für die entsprechenden Produkte in der Regel vergleichsweise gering. Oder anders: vor allem die Masse an Rinderhäuten ist dafür verantwortlich, dass sich viele Menschen einen Artikel aus Rindleder leisten können.

Vor allem im Zusammenhang mit der Herstellung von Leder- und Arbeitsschuhen wird auch immer wieder das so genannte „Rindbox“ verwendet. Dieses zeichnet sich durch eine geringe Fettung und sein vollnarbiges Erscheinungsbild aus. Rindbox wird nicht durchgefärbt. Das bedeutet: der Innenbereich gilt hier als Charakteristikum. Viele Hersteller benutzen das Rindleder mittlerweile auch, um es dann in er gekrispelten Version weiterzuverarbeiten.

 

Rochenleder

 

Rochenleder gehört in den Bereich der Fischleder und ist demnach selten. Wenn überhaupt kommt es im Zusammenhang mit Portemonnaies oder Lederetuis zum Einsatz. In farblicher Hinsicht bleiben hier keine Wünsch offen. Rochenleder kann entsprechend nach Belieben eingefärbt werden. Im Zuge der Produktion wird der Stachel des Rochens weggeschleift. Lediglich eine helle Stelle erinnert beim Endprodukt an dessen ursprüngliche Stelle.

Die Oberfläche des Rochenleders sieht aus, als würden sich hier viele kleine Perlen aneinanderreihen. Aufgrund der Tatsache, dass sie zudem sehr hart ist, erfordert es besondere Werkzeuge, um diese sauber bearbeiten zu können.

Rochenleder kann sowohl vom Perlrochen als auch vom Stachelrochen gewonnen werden.

 

S

 

Saffianleder bzw.  Saffiano-Leder (auch als Maroquin oder Marokkoleder bezeichnet)

Die Bezeichnung „Saffianleder“ ist an die Stadt Safi in Marokko angelehnt. Seine Herstellung basiert auf der Haut von Ziegen.

Das Besondere an der Produktion von Saffiano-Leder ist die spezielle Form der Gerbung, die hier zum Einsatz kommt. Saffiano-Leder ist sehr fest und vergleichsweise lange haltbar. Ein weiteres Charakteristikum ist die Naturbelassenheit.

Im Laufe der Jahrhunderte hat sich -neben dem echten Saffianleder- auch das unechte Saffianleder einen Platz auf dem Markt gesichert. Letzteres wird vor allem aus der Haut von Schafen gewonnen.

Beide Saffianlederarten blicken auf eine lange Geschichte zurück. Besonders hochwertiges (und echtes) Saffiano-Leder erkennen auch Laien oftmals an einem klassischen Knirschen.

Saffianleder wird heute vor allem im Zusammenhang mit der Herstellung von Schuhen und Bucheinbänden verwendet. Fans dieser Lederart schätzen vor allem die typische Narbung bzw. auch die Tatsache, dass viele der entsprechenden Produkte durch das Krispeln noch weiter individualisiert werden. Es wird im Zuge des Herstellungsprozesses auf einer Seite gefärbt. Auf eine Lackierung wird hingegen verzichtet.

 

Schafleder

Schafleder wird in vielen Bereichen verwendet. Vor allem aus der Modeindustrie und mit Hinblick auf die Herstellung von Möbeln ist dieses Material nicht mehr wegzudenken. Die Grenzen zwischen Schaf- und Lammleder sind hier fließend.

Klassisches Lammleder stammt von -wie der Name schon vermuten lässt- jungen Tieren, die zudem ein feineres Narbenbild aufweisen. Hier gilt: ist die Wolle bei einem Schaf/ Lamm eher fein, verschlechtert sich die Qualität des Leders entsprechend.

Dennoch gilt, das Schafleder dem Ziegenleder in vielerlei Hinsicht gleicht bzw. sehr ähnlich ist. Klassisches, hochwertiges Schafleder zeichnet sich unter anderem durch eine weiche Oberflächenstruktur und seine hohe Dehnbarkeit aus. Mit Hinblick auf die Verarbeitung ergeben sich -auch aufgrund des vergleichsweise geringen Eigengewichts- keine großen Probleme. Ausschlaggebend für eine lange Haltbarkeit ist hier jedoch auch in jedem Falle die Gerbung.

 

Schweinsleder

 

Leder, das auf der Basis von Schweinehaut bzw. aus der Haut von Hausschweinen und Wildschweinen gewonnen wird, ist nicht nur von Fachleuten, sondern auch durch den Laien hervorragend zu erkennen.

Charakteristisch sind hier vor allem die vergleichsweise großen Haarlöcher. Auch Schweinsleder ist extrem stabil, ist jedoch – vor allem auch im direkten Vergleich im Lamm- oder Ziegenleder- etwas günstiger. Aufgrund seiner langen Haltbarkeit und den hohen Belastungen, denen diese Lederart in der Regel problemlos standhält, wird das Schweinsleder in der heutigen Zeit vor allem für die Herstellung von Jacken, jedoch auch von Koffern und Taschen verwendet.

Das Leder, das aus der Haut von Wildschweinen gewonnen wird, gilt hier als besonders edel. Es kommt vor allem im Zusammenhang mit Handschuhen zum Einsatz, während „normales“ Schweinsleder vor allem im Rahmen der klassischen Bekleidungsindustrie verarbeitet wird. Schweinsleder ist extrem beliebt, nicht allzu teuer und wird entsprechend häufig produziert.

Leider erweist sich das Schweinsleder jedoch in vielen Fällen als weniger robust als Ziegen- oder Lammleder. Auch gegenüber Feuchtigkeit ist es sehr empfindlich. Dennoch ist diese Lederart bei entsprechender Pflege vergleichsweise lange haltbar und kommt auch besonders im Zusammenhang mit der Produktion von Schuhen zum Einsatz.

 

Semianilinleder

 

Semianilinleder werden im Zuge der Produktion nur sehr leicht eingefärbt. DasNarbenbild wird damit nicht verdeckt und der Griff bleibt weich. Die Farbschicht erfüllt hier eher den Zweck des Schutzes vor äußeren Einflüssen. Diese Lederart zeichnet sich vor allem durch eine weiche Oberfläche aus und kommt oft im Zusammenhang mit Möbeln und Kleidung, jedoch auch immer mehr mit Taschen, zum Einsatz.

Wichtig: noch existieren keine festen Vorgaben darüber, wann ein Leder sich Semianilinleder nennen darf! Wichtig ist hier vor allem der qualitative Aspekt. Laien erkennen eine fälschliche Bezeichnung vor allem daran, dass sich das falsch-benannte Leder kühl und beschichtet anfühlt.

 

Straußenleder

Leder, das vom Strauß gewonnen wurde, ist sehr weich und ist meist in der Kategorie der „Glattleder“ zu finden. Laien erkennen das Straußenleder vor allem an den Noppen und seinem damit charakteristischen Aussehen. Die Noppen sind die Stellen, an denen vor der Produktion die Federn saßen.

Straußenleder ist sehr wertvoll und findet sich oftmals in Taschen und Geldbörsen wieder. Auch die Produktion von Schuhen auf der Basis von Taschenleder ist sehr beliebt. Für die Lederproduktion kann sowohl die Haut des Straußenkörpers als auch die Haut an den Beinen und den Füßen genutzt werden.

 

T

 

Tierarten für die Lederherstellung

 

Während Kunstleder auf künstlichen Materialien beruht, wird für die Herstellung von echtem Leder Tierhaut verwendet. Diese wird im Zuge des Herstellungsprozesses gegerbt und weiter bearbeitet. Die Verwendung von Tierhaut im Zusammenhang mit der Herstellung von Kleidungsstücken und anderen Accessoires hat eine lange Tradition. Besonders weit verbreitet ist in diesem Zusammenhang die Verwendung von Rind-, Schwein- und Lammhaut. Weshalb genau diese Tiere für die Lederherstellung besonders beliebt sind, ist einfach erklärt. Es handelt sich immerhin um genau die Tiere, die auch einen nicht zu vernachlässigenden Anteil an der Fleischgewinnung haben. Leder kann jedoch selbstverständlich auch von Pferden, Fischen und exotischen Tieren wie Krokodilen und Kängurus verwendet werden. Diese Lederarten sind jedoch aus besagten Gründen etwas seltener.

 

V

 

Vachetteleder

 

Beim Vachettaleder handelt es sich um ein vergleichsweise dünnes Leder vom Rind. Dieses wurde im Zuge der Produktion pflanzlich gegerbt und nur wenig mit Fett behandelt. Je nachdem, welches Endprodukt gefertigt werden soll, kann es in seiner natürlichen Farbe belassen oder entsprechend eingefärbt werden.

Vachettaleder findet sich unter anderem in Taschen und Koffern, jedoch auch beim Reitbedarf wieder.

 

Veloursleder oder Velourleder

 

Beim klassischen Veloursleder handelt es sich um Rauleder, das stark aufgeraut wurde und sich durch seine Offenporigkeit charakterisiert.  Als weiteres Charakteristikum muss hier erfüllt sein, dass die Fleischseite geschliffen wurde. Laien erkennen Veloursleder vor allem daran, dass es viel rauer als das Nubukleder ist. Dennoch fühlt es sich nicht unangenehm auf der Haut an. Im Gegenteil! Es ist -auch gerade im Vergleich zu anderen Lederarten- sehr atmungsaktiv. Im Allgemeinen kann das Veloursleder in zwei verschiedene Unterarten aufgeteilt werden:

der zweiseitig velourige Leder und die unbeschichtete Seite.

Velourleder kommt heute unter anderem im Zusammenhang mit Arbeits- oder Putzhandschuhen zum Einsatz, spielt jedoch auch mit Hinblick auf die Produktion von Turnschuhen eine große Rolle. Veloursleder ist sehr atmungsaktiv und hilft dabei, den Schweiß verlässlich zu absorbieren.

 

W

 

Wasserbüffelleder

 

Wasserbüffel gelten vor allem in Thailand als klassische Nutztiere. Dort gehört die Nutzung der Tiere und die entsprechende Verarbeitung zu Leder zum Standard. Wasserbüffel unterliegen in diesen Regionen nicht dem Artenschutz.

Fans dieser Lederart können sich vor allem für deren charakteristisches Aussehen begeistern. Das Leder wirkt besonders elegant und edel. Auch in funktionaler Hinsicht kann das Wasserbüffelleder überzeugen. Es weist Wasser und viele Arten von Schmutz verlässlich ab. Einziger Nachteil: im Zuge der Produktion wir das Wasserbüffelleder nicht pigmentiert. Das bedeutet, dass es nach einer gewissen Zeit an Farbe einbüßt.

 

Wildleder

 

Wie der Name bereits erahnen lässt, musste -zumindest früher- ein Material, das die Bezeichnung „Wildleder“ tragen darf, von einem Tier stammen, das in der freien Wildbahn lebt. Auch Leder jedoch, dessen Oberfläche im Herstellungsprozess aufgeraut wurde, wird im Allgemeinen als „Wildleder“ bezeichnet. Im Laufe der Jahre wurden die Grenzen hier zunehmend fließender. So verwenden mittlerweile vor allem auch viele Laien den Begriff als Synonym zum Rauleder.

 

Z

 

Ziegenleder

 

Ziegenleder gilt gleichzeitig als sehr leicht und derb. Es charakterisiert sich unter anderem durch verschieden große Poren, eine dennoch feine Struktur der Oberfläche und einen matten Glanz. Vor allem aufgrund der Tatsache, dass Ziegenleder sehr stabil ist, ist es auch in der Möbelindustrie zu einem beliebten Material geworden.

Das, was das Ziegen- vom Schafsleder unterscheidet, sind die hier nicht vorhandenen Fettablagerungen. Genau das macht diese Lederart so robust und -in preislicher Hinsicht auch- etwas wertvoller. Zudem ist Ziegenleder sehr leicht und kommt daher auch gern im Zusammenhang mit der Produktion von Kleidungsstücken und Bucheinbänden zum Einsatz.

 

Ziegenvelour

Ziegenvelours ist ein klassisches Rauleder. Es wird oft im Zusammenhang mit der Kleiderproduktion verwendet und überzeugt hier durch einen hohen Nutzerkomfort. Einziger Nachteil: es verliert mitunter schnell an Farbe. Eine nachhaltige Pflege ist hier das A und O.

Anmerkung: Bags & Brands distanziert sich ausdrücklich von einer Lederherstellung, in deren Zusammenhang die Tiere ausschließlich aufgrund modischer Aspekte getötet werden. Da wir dennoch möchten, dass Du mit diesem Lexikon über möglichst viele Aspekte der Ledergewinnung aufgeklärt wirst, haben wir hier unter anderem auch Reptilienleder und Co. mit aufgenommen.

Eine Herstellung von Leder als Nebenprodukt der Schlachtung, wie es beispielsweise im Falle von Rind- oder Schweineleder der Fall ist, können wir vertreten.

 

 

 

Das kleine Taschen-Lexikon

Taschen sind beliebt, da sie praktisch und modisch zugleich sind. Die nützlichen Accessoires vervollständigen Dein Outfit und sind treue Begleiter, in denen Du allerlei Dinge unterbringen kannst. Doch was sind die Unterschiede zwischen Clutches, Beuteltaschen, Tote-Bags und Shoppern? Welche Tasche passt zu welchen Anlässen und ist für welche Zwecke am besten geeignet? Unser kleines Taschen-Lexikon gibt Dir viele Infos rund um Dein Lieblingsaccessoire.

A

Abendtasche

Die Abendtasche ist – wie der Name schon sagt – für den Abend entwickelt worden. Ob Party, feierliches Event, Kino oder Theater, mit einer edlen Clutch oder einer feinen Umhängetasche ergänzt Du Dein abendliches Outfit mit einem femininen Accessoire. Abendtaschen sind häufig kleiner als Taschen für den Alltag. Denn Du nimmst in der Regel abends nur das Nötigste mit, und das bringst Du mit Leichtigkeit in Deiner Abendtasche unter. Außerdem willst Du ja am Abend in Deinem Kleid oder dem schicken Hosenanzug glänzen. Deine Tasche unterstreicht Deinen Look, sticht aber nicht allzu sehr hervor. Auffällige Abendtaschen wiederum kannst Du gezielt dazu verwenden, um schlichtere Outfits mit einem peppigen Hingucker zu versehen.

 

Aktentasche

Aktentaschen sind hervorragend dazu geeignet, Unterlagen und je nach Modell auch Laptops zu transportieren. In ihnen sind Akten gut aufgehoben, denn häufig stehen sogar mehrere Fächer zur Verfügung, sodass Du leicht den Überblick behältst. Weitere Funktionen, die viele Aktentaschen besitzen, sind Stiftehalter, gepolsterte Fächer für Tablet oder Laptop, geräumige Vordertaschen und breite, komfortable Tragegurte. Zu alledem sehen hochwertige Aktentaschen sehr professionell aus, sodass Du sie ohne Weiteres zu Deinem Businesslook kombinieren kannst.

B 

Bauchtasche

siehe Gürteltasche

 

Beuteltasche

Die Beuteltasche hat ihren Namen von ihrer Form, da sie in der Regel oben zusammengerafft und mit Kordeln verschlossen wird. Manchmal wird die Kordel durch reizvolle Nieten geführt, die der Tasche einen zusätzlichen Reiz verleihen. Häufig besitzen Beuteltaschen einen langen Schultergurt, an denen sie sich komfortabel tragen lassen. Die stylischen Taschen lassen sich gut zu lässigen Outfits tragen, auch zum Ethno-Stil passen sie hervorragend.

 

Bowling-Bag

Die Bowling-Bag erinnert tatsächlich an die Taschen, die für den Transport und die Aufbewahrung von Bowlingkugeln verwendet wurden. Sie sind in der Regel breiter als hoch, und entweder sind nur die Ecken abgerundet oder aber die gesamte Fläche oben und teils auch unten. Es gibt verschiedene Varianten, die teils noch rechteckig aussehen, teils schon an ein Oval erinnern. Die Bowling-Bag wird gerne von Damen im Businessbereich verwendet, doch gibt es auch Modelle für die Freizeit und für Reisen.

C 

Carry-All

siehe Shopper

 

Clutch

Das Wort „clutch“ stammt aus dem Englischen. Es bedeutet: etwas ergreifen, umklammern. Als Clutch werden Taschen bezeichnet, die Du in der Hand trägst. Sie sind oft deutlich kleiner als Handtaschen und können in einer solchen sogar untergebracht werden. Clutches werden häufig zu Abendkleidern oder anderen schicken Outfits getragen, in ihnen führt die Dame das Wichtigste mit sich. Für den Rückweg vom Event verfügen einige der kleinen Schmuckstücke über einen Schulterriemen, der an dafür angebrachten Ösen angebracht werden kann. So kannst Du die Clutch bequem über der Schulter tragen und hast beide Hände frei. Eine Clutch mit einer Schulterkette wird häufig auch Kettentasche genannt.

 

Crossover-Bag

siehe Umhängetasche. Weitere Infos dazu findest Du unter NEUER TASCHENTREND – CROSSBODY BAGS 



G 

Gürteltasche (auch Bauchtasche, Hüfttasche)

Die Gürteltasche wird selten als modisches Accessoire wahrgenommen, da sie meist eher mit Reisen als mit Modeschauen in Verbindung gebracht wird. Tatsächlich ist die Gürteltasche sehr praktisch für den Alltag, wenn man beide Hände frei haben möchte. Deine Wertsachen kannst Du darin sehr sicher verstauen und hast sie bei Bedarf schnell zur Hand. Sportler verstauen in der Hüfttasche, die sie oft nicht am Bauch, sondern am Rücken tragen, beispielsweise den Haus- und Wohnungsschlüssel. So erhalten sie maximale Bewegungsfreiheit beim Joggen, Nordic Walking oder Radfahren. 

H 

Henkeltasche (auch Tote-Bag)

Die Henkeltasche zeichnet sich dadurch aus, dass sie vorwiegend am Henkel getragen wird. Dieser ist häufig so kurz, dass die Handtasche nicht über der Schulter getragen werden kann. Eine Tragevariante ist es, die Henkeltasche in der Armbeuge mitzunehmen. Die beliebte Handtaschenart eignet sich normalerweise hervorragend für den Alltag.

 

Hobo-Bag

Das Wort „Hobo“ stammt aus dem Englischen und bedeutet „Wanderarbeiter“. Die Tasche wurde deshalb so genannt, weil sie sich für das Umherziehen in der Stadt ebenso eignet wie für kürzere Reisen. Ihre Form wurde dem Sack nachempfunden, den die Hobos bei sich trugen, doch ist davon heute nicht mehr allzu viel zu sehen, denn die Hobo-Bags sind topmodisch. Die Hobo-Bag wirkt leger mit einem Hauch Vintage, ist jedoch auch in äußerst eleganten Variationen erhältlich.

 

Hüfttasche

siehe Gürteltasche

K 

Kettentasche

siehe Clutch

L 

Laptoptasche

Der Laptop oder das Notebook ist für den beruflichen Alltag beinahe unverzichtbar geworden. Und wer unterwegs ist, möchte das wertvolle Transportgut gerne sicher verwahrt wissen. Laptoptaschen bieten deshalb in der Regel ein gepolstertes Fach für den Laptop oder das Notebook sowie viele weitere Unterbringungsmöglichkeiten. Denn auch die Kabel, eventuell auch die Maus sowie weitere Unterlagen müssen einen Platz in der Laptoptasche finden. Hierzu gibt es normalerweise mehrere Fächer sowie Stiftehalter und Seitentaschen für Dinge, die schnell griffbereit sein müssen. Lange, breite Schulterriemen sorgen für mehr Tragekomfort beim Transportieren von Notebook und Unterlagen bis zum nächsten Meeting oder Kundengespräch.

M 

Messenger-Bag

Die Messenger-Bag von heute hat mit der Kuriertasche nicht mehr allzu viel zu tun, der sie ursprünglich nachempfunden wurde. Denn die Messenger-Bag von heute eignet sich zwar immer noch dazu, Unterlagen mitzunehmen, doch ist sie mittlerweile topmodisch. Sie wird von den verschiedensten Labels als schickes Accessoire gestaltet, mit dem Du auf dem Weg zur Uni oder zum Büro eine gute Figur machst. Doch nicht nur für diese Zwecke ist die Tasche, die in der Regel an einem breiten, komfortablen Schulterriemen getragen wird, gedacht. Sie kann auch als Alltagsbegleiter eingesetzt werden, in dem man so einiges unterbringt. Viele Messenger-Bags besitzen extra Innenfächer für ein Notebook, die teils auch gefüttert sind, um die kostbaren Geräte zusätzlich zu polstern. Der Look der Messenger-Bag wird meist von dem großen Überschlag beeinflusst, unter dem sich das Innenfach befindet. Dieser ist gelegentlich mit Magnetverschluss oder aber mit Schnallen verschließbar, manchmal besitzt die Messenger-Bag aber auch einen Reißverschluss an der Oberseite des Innenfachs und der Überschlag liegt ohne schließende Funktion darüber. 

O 

Overnighter

siehe Weekender

R 

Reisetasche

Wenn Du gerne verreist oder übers Wochenende zur besten Freundin fährt, benötigt eine Tasche, in der sich alles verstauen lässt, was Du in dieser Zeit benötigst. Große Reisetaschen eignen sich für längere Reisen, doch für eine oder zwei Übernachtungen verwendest Du besser praktische Weekender oder die sogenannten Overnighter. In die Overnighter passt gerade mal so viel, dass Du über Nacht wegfahren kannst, dafür reist Du jedoch mit leichtem, handlichem Gepäck. Größere Taschen sollten möglichst mit einem komfortablen Schultergurt versehen sein, damit Du sie besser tragen kannst.
Hier findest Du Tipps für ein entspanntes Kofferpacken.

 

 

Rucksack

Der Rucksack ist nicht nur etwas für Schulkinder oder Sportler, sondern hat sich längst auch als modisches Accessoire etabliert. Der Rucksack wird auf dem Rücken getragen und besitzt hierfür zwei Schulterriemen auf der Rückseite. Diese Art, Gepäck zu tragen, ist besonders gut für den Rücken, da das Gewicht gleichmäßig verteilt wird. Einige originelle Handtaschen besitzen zusätzlich eine Rucksackfunktion, sodass die Taschen auf zwei verschiedene Weisen getragen werden können. Weitere Infos dazu findest Du hier.

S 

Schultertasche

Schultertaschen sind Taschen, die komfortabel über der Schulter getragen werden können. Sie sind meist größer als Henkeltaschen und bieten entsprechend mehr Platz. Schultertaschen sind häufig komfortabel und erfreuen sich deshalb großer Beliebtheit.

 

Shopper (auch Shopping Bag, Carry-All)

Der Shopper kommt meist praktisch und beutelförmig daher. Er wird in der Regel über der Schulter getragen und ist sehr geräumig. Denn wie sein Name schon sagt, ist er vor allem fürs Einkaufen gedacht. Ob das im Supermarkt oder in der Boutique ist, bleibt ihrer Trägerin überlassen. Häufig werden Shopper mit Reißverschluss oder Magnetverschluss oben verschlossen, sie besitzen meist nur ein Innenfach. Dieses bietet jedoch viel Platz für allerlei Einkäufe.

T 

Tote-Bag

siehe Henkeltasche

 

Trapez-Tasche

Die Trapeztasche (eine besondere Form der Henkeltasche) begeistert durch ihre einzigartige Form. Die Trapezform entsteht dadurch, dass die Seiten diagonal nach oben und außen verlaufen. Die Trapeztasche wirkt besonders luxuriös und modern. Du kombinierst sie am besten zum eleganten Businesslook, zu edlen Kleidern und Hosenanzügen sowie zum Vintage-Look. Weitere Infos findest Du hier.

U 

Umhängetasche (auch als Crossover-Bag)

Die Taschen zum Umhängen besitzen lange Schulterriemen, an denen sie bequem getragen wird. Die praktischen Handtaschen trägt man häufig auf einer Seite des Körpers. Die Taschen, die quer über den Körper getragen werden, nennt man auch Crossover-Bags. Weitere Infos dazu findest Du unter NEUER TASCHENTREND – CROSSBODY BAGS 

 


W 

Weekender (auch Overnighter)

Der Weekender hat nicht ohne Grund einen Namen, der das englische Wort für „Wochenende“ enthält. Denn in dieser Tasche sollte man alles verstauen können, was man bei einem kurzen Wochenendtrip benötigt. Zudem ist sie so bequem zu tragen, dass man sie gerne auf Reisen mitnimmt. Für mehr Komfort besitzen sie normalerweise sowohl Schultergurt als auch Henkel. So kann man sie beispielsweise beim Aussteigen aus dem Zug oder Bus an den Henkeln festhalten und dann für den Weg zum nächsten Gleis wieder über der Schulter tragen. Die Weekender erinnern von der Form her ein wenig an Sporttaschen, sind aber eleganter gestaltet. Die sogenannten Overnighter sind in der Regel noch etwas kleiner als die Weekender, da sie für eine Übernachtung ausgelegt sind. Mit einer solchen Tasche reist Du mit leichtem Gepäck und bist nicht mit einer halbvollen Reisetasche unterwegs, was viel unpraktischer wäre.

 

Wickeltasche

Wickeltaschen sind äußerst praktisch und sind heutzutage so attraktiv gestaltet, dass sie von Müttern selbst dann oft noch verwendet werden, wenn die Kids schon aus dem Windelalter heraus sind. Denn viele Marken haben es sich zur Aufgabe gemacht, Müttern nicht nur das Mitführen von Windeln, feuchten Tüchern, Babyfläschchen und Wickelmatte zu erleichtern, sondern sie dabei auch noch gut aussehen zu lassen. Die meisten Wickeltaschen von heute sind kaum noch als Wickeltaschen zu erkennen. Andere Varianten wiederum sind kindgerecht gestaltet, sodass die Kleinen viel Spaß beim Anblick der Tasche haben. Die praktischen Wickeltaschen besitzen viele Innen- und Außenfächer, damit Du alles Notwendige gut sortiert unterbringst. Einige Modelle sind zusätzlich mit einer Wickelauflage ausgestattet, die auch optisch zur Tasche passt.

 

Weitere Infos, wie Du Deine Tasche richtig trägts findest du hier.

 

 

 

 

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